Kirchen und Gedenkstätten

 

 

An die Pflegschaftsgerichte erinnert in Haag noch das "Hohe Kreuz". Die zum Tode verurteilten durften hier noch ihr letztes Gebet sprechen, anschließend wurden sie zum Galgen beim Gerichtsholz geführt.

 

Der Sage nach war bei der Ortschaft Eidenedt ein "Frei-Grund", der den Flurnamen "Das Gericht" hat. Hier stand der Galgen. Beim "Duringer" in Eidenedt, einem Anwesen in der Nähe des Gerichtes, konnten die Hausleute nach den jeweiligen Hinrichtungen immer am Morgen oder am Abend in der vollen Suppenschüssel die Gehängten sehen.

 

 

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Franzosenfriedhof

 

1805 hatte Napoleon sein Hauptquartier im Schloss. Es wurde ein französisches Feldlazarett eingerichtet - es herrschte der "Spitalstod" (Typhus). Aufgrund dieser Lagerseuche wurde ein eigener Friedhof errichtet (Franzosenfriedhof in der Nähe des Schwimmbades).Heute befindet sich an dieser Stelle ein Gedenkkreuz.

 

 

 

 

 

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Maria-Hilf-Kapelle

 

Vermutlich zur Zeit einer Pestepidemie als Gelöbnis zur passauischen Wallfahrt "Mariahilf" entstanden und wurde in der Zeit um 1870 neu errichtet. Südlich vom Markt auf einer kleinen Anhöhe liegt dieses Marienheiligtum. Den 3 x 3 m großen Bau ziert ein kleines Glockentürmchen. Im durch ein Eisengitter abgetrennten Altarraum steht ein schlichter Holzaltar mit einem Maria-Hilf-Bild.

 


 

https://haagamhausruck.riskommunal.net/gemeindeamt/html/images/friedhof.JPGSt. Ägidius-Kirche in Niedernhaag

 

Das altehrwürdige Gotteshaus ist dem hl. Abt und Einsiedler Ägidius geweiht und liegt eine Viertelstunde vom Markt entfernt - an der Straße nach Rottenbach inmitten des Friedhofes. Durch Jahrhunderte die eigentliche Pfarrkirche von Haag am Hausruck wurde sie 1786 Filialkirche und dient seither vorwiegend als Begräbniskirche.

 

 

 

 

Die ursprünglich einschiffige, gotische Kirche besitzt südseitig ein kurzes Seitenschiff, dem sich nach Osten die Sakristei und gegen Westen die Ägidiuskapelle anschließt. Diese steht seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als Aufbahrungsraum in Verwendung. Durch den westseitigen Turm (Höhe 30 m) betreten wir den schlichten Kirchenraum. Leider sind die dekorativen gotischen Rippen nur mehr am Gewölbe unter der Empore erhalten. Im Kirchenschiff wurden sie 1849 vollkommen entfernt, weil sie an einigen Stellen schadhaft waren. Der Altarraum wird von einem großen, eindrucksvollen Kurzifix beherrscht, das 1951 unter Pfarrer L. Mittendorfer von der "Kaiserlehner"-Kapelle in der Turnergasse hieher gebracht und gegen die Kreuzigungsgruppe des Niedernhaager Hochaltars ausgetauscht wurde. Bei dieser Renovierungsphase wurde die künstlerisch wenig wertvolle, neugotische Einrichtung aus dem Jahre 1865 (Hochaltar, Seitenaltar, Kanzel) fast zur Gänze entfernt und die Kirche mit einigen Arbeiten des zeitgenössischen Malers Hans Babuder aus Altmünster ausgestattet. (Sgraffiti: Die Auferstehung Jesu und das christliche Sterben. - Mosaiks: Die schmerzhafte Muttergottes im Altarraum und der kreuztragende Heiland beim Priestergrab.)

 

 

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St. Vitus-Kirche in Haag am Hausruck

 

Die Kapelle zum hl. Vitus als Vorläuferin der jetzigen Pfarrkirche wurde von der Bürgerschaft des Marktes vermutlich im 14. Jahrhundert errichtet. Sie besaß drei kleine Altäre (Vitus, Sebastian und Anna) und bot Raum für 100 Sitzplätze. Bei der Brandkatastrophe 1616 brannte die Kapelle bis auf die Grundmauern nieder. Das wiedererrichtete Gotteshaus ist auf dem Kupferstich von Matthäus Merian aus dem Jahre 1649 zu sehen.

 

 

 

Nach einer ersten Erweiterung der Kapelle im Jahre 1661 begann man 1694 mit einer großen Erweiterung, die eigentlich einem Neubau gleichkam. In dreijähriger Bauzeit entstand unter Leitung des Passauer Baumeisters Bartholomäus Panneck eine dreischiffige barocke Hallenkirche mit einer Annakapelle am nördlichen Seitenschiff, welche sicherlich auf Betreiben der 1692 gegründeten St.-Anna-Bruderschaft geschaffen wurde. Für diese Kapelle stiftete Joh.Jak. Haurapp, designierter Pfarrer von Meggenhofen, ein Benefizium mit einer täglichen Frühmesse, die am St.-Anna-Bruderschaftsaltar vom Benefiziaten für die Haager und die Durchreisenden gelesen wurde. Unter Josef II. wurden 1784 diese Benefizium und die St.-Anna-Bruderschaft aufgehoben.

 

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Die Weihe des Gotteshauses geschah erst drei Jahrzehnte nach der Fertigstellung der Kirche durch Bischof Joseph Dominikus, Graf von Lamberg, am 19. Juli 1728. Im Jahre 1772 wurde am südlichen Seitenschiff - symmetrisch zur Annakapelle - eine Kreuzkapelle errichtet und mit dem von Joh. Peter Schwanthaler geschaffenen Kreuzaltar ausgestattet. Diese Kapelle wurde jedoch 1818 wieder abgetragen, weil sie sich von der Hauptmauer der Kirche gelöst hatte.

 

 

1894/95 wurde die Annakapelle zu einem verkürzten Seitenschiff erweitert und als Beichtkapelle ausgestattet. (2 Beichtstühle, Herz-Jesu-Altar und Bild vom "verlorenen Sohn".) Im Sinne der Liturgieform des 2. Vatikanischen Konzils geschah 1968 unter Dechant Leopold Mittendorfer die Umgestaltung des Altarraumes sowie die Errichtung des Volksaltares. Unter Pfarrer Rupert Rosner wurde 1988/89 die Sakristei zu einer Wochentagskapelle erweitert, der Kirchenraum mit den schlechten Sichtverhältnissen für die zeitgemäße Feier der hl. Liturgie umgestaltet sowie die Pfarrkirche innen und außen renoviert.

 

Als krönenden Abschluß der gelungenen Arbeiten erlebte die Pfarrgemeinde die Turmkreuzsteckung am 22.10.1989 sowie die Altarweihe am 25.11.1989 durch Diözesanbischof Maximilian Aichern. Die Kirchenpatrone der Pfarrkirchen, St. Vitus und Friedhofkirchen, St. Ägidius, gelten als slawische Kirchen-Patrone. Man nimmt an, daß mit steirischen Adeligen slawische Kolonisten in die Gegend zogen, Rodungstätigkeit aufnahmen, Ortschaften und zuweilen auch Gotteshäuser gründeten.

 


Denkmale/Gedenkstätten

 

 

 

·         Kriegerdenkmal 1. WK an der Pfarrkirche

·         Kriegerdenkmal 2. WK am Marktplatz

·         Franzosenfriedhof beim Sportzentrum

·         Maria-Hilf-Kapelle hinterer Marktplatz

·         Bauinger-Kapelle Buchegg

·         Eichbauern-Kapelle Gotthaming

·         Kaderbauern-Kapelle Aubach

·         Kaderbauern-Waldkapelle Aubach

·         Priller-Kapelle Hochfeld

·         Bauernkapelle Hundassing

·         Jagl-Kapelle Bachleiten

·         Dittinger-Kapelle

·         Leidenskapelle Turnergasse

·         Hillimair-Kapelle Pramwald

·         Straßen-Gedenkkapelle Pramwald