Betrugswarnung rund um ID-Austria-Zertifikatsverlängerung

10.04.2026 08:04

ID Austria

Rund 300.000 Bürgerinnen und Bürger müssen ihre ID-Austria-Zertifikate in den kommenden Monaten online verlängern. Kriminelle nutzen dies gezielt aus, indem sie täuschend echte Nachrichten senden, um sensible Daten oder Zugriff auf Geräte zu erlangen.

Modus Operandi:

  • SMS im Namen von ID-Austria fordert zur Aktualisierung der Zugangsdaten auf.
  • Anschließend Anrufe angeblicher Bankmitarbeitender, die Zugriff auf das Konto vorgeben zu benötigen.
  • Opfer installieren Fernwartungssoftware (z. B. AnyDesk) und ermöglichen so Betrügern den Zugriff auf Geräte, wodurch Gelder gestohlen werden.
  • Bereits knapp 100 Fälle mit rund 500.000 € Schaden bekannt.

Phishing/Smishing:

  • Ziel: Daten oder Zugriff auf Konten erhalten.
  • Smishing erfolgt über SMS oder Messenger.

Warnsignale:

  • Dringender Handlungsbedarf mit Konsequenzen.
  • Aufforderung, vertrauliche Informationen preiszugeben oder Links zu folgen.
  • Ungewöhnliche oder unpersönliche Anrede.

Prävention:

  • Absender und Links prüfen, Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen.
  • Skepsis bei unbekannten Absendern, keine Daten oder TANs angeben.
  • Nicht unter Druck setzen lassen.

Maßnahmen bei Schadensfall:

  • Zugangsdaten ändern, Bankkonten sperren, Anzeige erstatten.
  • Kontobewegungen überwachen und Beweise dokumentieren.
  • Cybercrime-Meldestelle kontaktieren: against-cybercrime@bmi.gv.at. (Achtung: diese Meldung ersetzt keine Anzeige bei der Polizei!)

10.04.2026 08:04